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Hohes therapeutisches Potential von Stammzellen aus menschlichem Plazentagewebe

Unter der Leitung von MD, PhD Vladimir Serikov und PhD Frans Kuypers berichteten Wisseschaftler am Children’s Hospital Oakland Research Institute (CHORI) in der Epub-Ausgabe der „Stem Cells Translational Medicine“, dass Stammzellen mit wichtigen therapeutischen Eigenschaften in großer Anzahl aus dem fetalen Teil (dem sogenannten Chorion) der menschlichen Plazenta gezüchtet werden können.

Das Chorion ist ein Teil der Nachgeburt und wird normalerweise nach der Geburt weggeworfen. Allerdings enthält es Stammzellen fetalen Ursprungs, die pluripotent zu sein scheinen – d.h. sie sind in der Lage sich in verschiedene Arten von menschlichen Zellen zu differenzieren, wie Zellen der Lunge, der Leber oder des Gehirns. Da diese funktionellee Plazenta-Stammzellen entweder aus frischen oder aber auch eingefroren menschlichen Plazentas isoliert werden können, bedeutet dies, dass wenn die eigene Plazenta bei der Geburt eingelagert, anstatt weggeworfen werden würde, diese Zellen in Zukunft gezüchtet werden könnten, sobald ein therapeutischer Bedarf entsteht. Diese Möglichkeit stellt einen bedeutenden Durchbruch  im Forschungsfeld der Stammzellen dar.

In früheren Arbeiten berichteten Serikov und Kuypers von einer neuen Technologie zur Züchtung blutbildender Stammzellen aus der Plazenta um die Nabelschnurblut-Zellen vermehren zu können. Diese Zellen sind „Geschwister“ der aus Nabelschnurblut stammenden Stammzellen. Nabelschnurblut-Stammzellen wurden für viele hunderte erfolgreiche Knochenmarktransplantationen verwendet. Hauptsächlich wurden diese Transplantionen bei Kindern vorgenommen, da die Zahl der Zellen, die aus dem Nabelschnurblut geholt werden können nicht immer ausreichend ist für eine erfolgreiche Transplantation bei Erwachsenen. Der Zusatz von Stammzellen aus der Plazenta zu den Nabelschnurblutstammzellen könnte erfolgreiche Erwachsenen- Knochenmarkstransplantation routinemäßig ermöglichen.

Die Stammzellen aus der Plazenta sind lediglich neun Monate alt und benötigen im Gegensatz zu adulten Stammzellen keine Reprogrammierung um pluripotent zu werden. Zukünftige Forschungen zielen auf den klinischen Gebrauch ab und darauf die Wirksamkeit in  translationalen therapeutischen Anwendungen.

Quelle: http://www.sciencedaily.com/releases/2012/05/120518132250.htm

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