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Stammzellen aus Nabelschnurblut und Schädel-Hirn-Verletzungen

Schwere Schädel-Hirn-Traumen (SHT) gehen langfristig mit einer erheblichen Morbidität [Erkrankungsrate] und Mortalität [Sterberate] einher. Diese Verletzungen führen häufig beim Patienten zu akuten oder chronischen Defiziten in den Bereichen der motorischen, kognitiven, Verhaltens- oder sozialen Funktionen. Derzeit gibt es keine erfolgreiche neuroprotektive [schützenden] bzw. neuroreparative [wiederinstandsetzende] Behandlungen für SHT.

Zahlreiche präklinische Studien deuten darauf hin, dass Zellen aus Nabelschnurblut eine Neuroprotektion [vor dem Absterben schützende Funktion] aufweisen. Ihre Wirkmechanismen auf verletzte Zellen kann Zellersatz/Zellfusion [Zellverschmelzung] umfassen oder Zellrettung über zelluläre/lokale Milieuveränderungen in der systemischen und/oder örtlichen Entzündung, durch Wachstumsfaktor(en)-Produktion, Gefäßneubildung (Angiogenese) oder noch nicht bekannte Modifikationen der Mikroumgebung.

Das Health Science Center der Universität von Texas in Houston (UTHealth) hat mit der Zulassung für die erste FDA-zugelassene Sicherheitsstudie begonnen, die die Verwendung von kindeseigenen Nabelschnurblutstammzellen für Schädel-Hirn-Verletzungen bei Kindern untersucht. Diese Studie wird in Zusammenarbeit mit dem Kinderspital Children’s Memorial Hermann Hospital, UTHealth’s primary children’s teaching hospital durchgeführt.

Projektleiter dieser innovativen Studie ist Charles S. Cox, ein vom Kinderhilfswerk ausgezeichneter Professor für Kinderchirurgie und Pädiatrie an der University of Texas Medical School in Houston, welches Teil vom UTHealth ist, und Direktor des pädiatrischen Trauma-Programmes am Children’s Memorial Hermann Hospital.

An dieser Studie werden 10 Kinder im Alter von 18 Monaten bis 17 Jahren teilnehmen, welche ein mittelschweres bis schweres Schädel-Hirn-Trauma (SHT) erlitten haben. Die Studie ist nicht für die Akutversorgung ausgelegt und wird nur Patienten aufnehmen, welche im Zeitraum innerhalb von 6-18 Monaten nach ihrer Verletzung, liegen.

Obwohl das neurologische Ergebnis für nahezu alle Arten von Hirnverletzungen (mit Ausnahme von Missbrauch) besser bei Kindern als bei Erwachsene ist, ist ein Trauma die häufigste Todesursache bei Kindern, und die Mehrheit der Todesfälle sind auf Kopfverletzungen zurückzuführen. “Das Nabelschnurblut zu Verwenden ist eine wichtige Verbindung innerhalb des nächsten Schrittes des programmatischen Ansatzes von UTHealth der Erforschung der Stammzell-Therapien für Hirn-Traumen”, sagte Cox.

UTHealth untersucht auch Stammzellen-Therapien für Patienten mit akutem Schlaganfall (in einer Studie von Dr. med. Sean Savitz, außerordentlicher Professor in der Abteilung für Neurologie) und für Patienten mit akutem Myokardinfarkt (Herzinfarkt) (in einer Studie von Dr. med. Ali E. Denktas, außerordentlicher Professor in der Abteilung für Innere Medizin).

Erfahren Sie mehr über diese Studie auf
http://www.ClinicalTrials.gov und
http://www.youtube.com/watch?v=8s3dC7xEv-s

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