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Zweimal Leben schenken – internationales Nabelschnurblut-Symposium

Mit dem Slogan „Give life twice“ („Zweimal Leben schenken“), fand im Sommer 2013 das 11. jährliche internationale Nabelschnurblut-Symposium statt, das Forscher und Ärzte aus dem Bereich Nabelschnurblut zusammen an einen Tisch brachte.

Dieser Vorzeige-Event der internationalen Nabelschnurblut-Gemeinde wurde vom Cord Blood Forum, einer privaten Stiftung, organisiert. Ziel der Veranstaltung war, das Bewusstsein für klinische Anwendungen und für die Wirksamkeit einer Nabelschnurbluttransplantation unter Transplantationsmedizinern und anderen Fachkräften aus dem Gesundheitswesen zu fördern.

Bei der dreitägigen, wissenschaftlichen Konferenz wurden wichtige klinische Forschungsarbeiten präsentiert sowie Kooperationen zwischen Leitern von Nabelschnurblutbanken und Spezialisten für Stammzellentranspantationen hergestellt.

Nabelschnurblut-Stammzellen haben sich als Ersatz für Knochenmarktransplantate in den verschiedensten klinischen Anwendungen als sehr nützlich erwiesen (bei hämatologischen, onkologischen, vererbten metabolischen oder Funktionsstörungen des Immunsystems).

Neben diesen herkömmlichen Standard-Indikationen für hämatopoetische Stammzellen, haben Forscher in den vergangenen Jahren die Verwertbarkeit von Nabelschnurblut für eine Vielzahl zusätzlicher Anwendungen im Feld der regenerativen Medizin (neurologische Erkrankungen, Herzinfarkt) sowie in der Anti-Tumor-Immuntherapie, durch spezifische Subtypen von Nabelschnurblut-Stammzellen, erforscht.

Kürzlich beobachteten Forscher, dass Nabelschnurblut eine exzellente Quelle ist um naive Zellen in induzierte, pluri- potente Zellen mit vielen Anwendungsmöglichkeiten zu verwandeln, so Mahendra Rao vom Nationalen Institut des Gesundheitszentrums für Regenerative Medizin.

Dr. Wise Young, PhD von der Rutgers Universität betonte, dass Nabelschnurblut die reichste immun-kompatible Quelle menschlicher Stamm- und Vorläuferzellen sei und beschrieb die vielversprechenden Resultate zweier klinischer Studien, welche die Sicherheit und Wirksamkeit der Transplantation von Nabelschnurblut-Stammzellen in das Rückenmark von Patienten mit chronischen Rückenmarkserkrankungen bewerteten. Sechs bis zwölf Monate nach der Behandlung hatten 75% (15 von 20) Patienten die Fähigkeit widererlangt, mithilfe eines Gehwagens und minimaler Assistenz längere Distanzen zu gehen.

Es wurden ebenfalls Anstrengungen unternommen, um die Verwendung von Nabelschnurblut bei erwachsenen Patienten zu fördern. Auf diese Weise konnten wichtige Maßnahmen in Ex-vivo-Modulationsstrategien festgehalten werden, um das therapeutische Potential von Nabelschnurblut durch Vervielfältigung der Techniken und durch die Verwendung doppelter Nabelschnurblut-Einheiten für Blutkrebserkrankungen zu verbessern.

Stammzellen von Neugeborenen aus Nabelschnur-Gewebe erhielten auch aufgrund ihres Potentials zur klinischen Anwendung in der regenerativen Medizin steigende Aufmerksamkeit. Basierend auf funktionelle Bestandteilen der CT-MSCs (cord tissue mesenchymal stem cells = Mesenchymale Stammzellen aus Nabelschnurgewebe), inklusive der Möglichkeiten zur Co-Administration von Blutstammzellen und Immunmodulation präsentierte Morey Kraus einen Plan für die klinische Verwendung in der regenerativen Medizin.

Mehr Informationen: http://cordbloodsymposium.org/previoussymposia#sthash.i09XxO38.dpuf

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