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Neue Wege der Verwendung von Nabelschnurblut

Mehr als 20 Jahre klinische Erfahrung im Umgang mit Nabelschnurblut als Transplantat von hämatopoetischen Stammzellen, unterstreichen die Bedeutung dieser Quelle für Transplantationen.

Deshalb stürzt sich das Interesse der Forscher, neue Mittel zur Verbesserung der klinischen Anwendung bei Erwachsenen, durch die Vermehrung der Anzahl von nativen hämatopoetischen Stammzellen durch die Verbindung mit anderen Quellen zu finden.

Forscher an der Icahn School of Medicine at Mount Sinai, New York, USA haben Zellen, welche den hämatopoetischen Stammzellen ähneln, entwickelt. Durch die Übertragung von vier Genen in die adulten Zellen einer Maus, haben sie die Produktion von Millionen neuer Blutkörperchen täglich im menschlichen Körper beobachtet.
Sie glauben, dass diese Erkenntnisse, als Grundlage für die zukünftige Entwicklung von Patienten-spezifischen hämatopoetischen Stammzell-Behandlungen dienen könnnte. Carlos Filipe Pereira, PhD, Autor der Studie zitiert, dass die Zellen, die in den Petrischalen wachsen, eventuell Kolonien von reifen Blutzellen erzeugen könnten.
Viele Forschungsgruppen haben versucht, hämatopoetische Stammzellen aus embryonalen Stammzellen herzustellen, aber dieser Prozess erwies sich als sehr umständlich. Stattdessen scheint die Auswahl der richtigen Proteine ​​in der Kombination mit reifen Zellen leichter zu sein und dadurch eine wesentlich reproduzierbarere Methode.
So stellt für Patienten die an Bluterkrankungen, wie aplastische Anämie, Lymphome, Immundefekten oder soliden Tumoren leiden, die Programmierung von hämatopoetischen Stammzellen eine vielversprechende Option zur Verbesserung der Verwendung von gelagerten Nabelschnurblut für Erwachsene dar.

Quelle:
Perreira at al.: Induction of hemogenic program in mouse fibroblasts. Cell Stem Cell. 2013

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