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Schwangerschaftsverlauf: Entwicklung eines Babys

Während der Schwangerschaft reift im Mutterleib langsam das Kind heran. Jede Schwangerschaft verläuft einzigartig, daher dauert es jedes Mal unterschiedlich lange, bis die einzelnen Meilensteine, die ein Kind in seiner Entwicklung erreicht werden. Dennoch kann man den Verlauf einigermaßen gut abschätzen.

Machen Sie sich aber keine Sorgen, wenn die tatsächlichen Entwicklungsstufen, Größen und das Gewicht von den hier beschriebenen Angaben abweichen – es handelt sich lediglich um einen ungefähren Überblick.

DAS 1. TRIMESTER

Das erste Trimester der Schwangerschaft verläuft über die ersten drei Monate der Schwangerschaft. Die Schwangerschaft ist in dieser Zeit von außen noch nicht sichtbar, aber für Mutter und Kind gehen in dieser Zeit große Veränderungen vor sich.

1. bis 3. SSW (Schwangerschaftswoche)

In der ersten und zweiten Schwangerschaftswoche ist der weibliche Körper eigentlich noch gar nicht schwanger. Der Körper durchläuft in dieser Zeit lediglich den üblichen Menstruationszyklus. Nach der Regelblutung beginnt der nächste Zyklus.

Die Eierstöcke schicken sich etwa zu Beginn der dritten Schwangerschaftswoche an, erneut eine reife Eizelle freizugeben. Auch die Gebärmutterschleimhaut wird erneut gebildet um die Eizelle in Empfang zu nehmen. Wird die Eizelle in den fruchtbaren Tagen vor bis einige Zeit nach dem Eisprung befruchtet, so beginnt die eigentliche Schwangerschaft:

Die Eizelle hat nun auch den Zellkern des Samens in sich aufgenommen und beginnt nun mit diesem zu verschmelzen. Die Erbanlagen von Mutter und Vater vereinigen sich, bilden einen neuen genetischen Code und bilden die ersten Zellen des neuen Lebens. Bereits am zweiten Tag besteht der Zellklumpen („Morula“, lateinisch für Maulbeere) aus vier, am nächsten Tag sogar schon aus acht Zellen.

Ab dem vierten Tag bildet sich im Inneren der Morula ein Hohlraum. Ab nun heißt die Zellansammlung „Keimblase“ (Blastozyste). Diese wiederum besteht aus zwei Teilen: Aus den „Embryoblasten“ entwickelt sich der Embryo, aus den „Trophoblasten“ entsteht später der Mutterkuchen (Plazenta). Über Plazenta und Nabelschnur wird das Baby über die nächsten Monate mit Nahrung versorgt werden, aber auch Abfallprodukte des Stoffwechsels werden darüber abgeführt.

Während all das geschieht, wandert die befruchtete Eizelle unermüdlich weiter, bis sie am Ende der dritten Schwangerschaftswoche (3. SSW) die Gebärmutter erreicht.

4. SSW (Schwangerschaftswoche)

Am Anfang der 4. SSW befreit sich der Zellball aus seiner Eihülle und nistet sich in der Gebärmutter ein. Nun endlich bilden sich Fruchtwasserhöhle, Dottersack und Plazenta. Der kleine Zellhaufen, den man nun Embryo nennt, wächst zur Größe eines Apfelkerns heran und ist bereits in drei Schichten geteilt, die später Organe und Gewebe bilden. Wo einmal der Kopf entstehen wird, findet man zwei Gewebefalten, die später die Ohren bilden werden.

Wer in der 4. Schwangerschaftswoche einen Schwangerschaftstest macht, der kann nun unter Umständen bereits Bestätigung finden. Spätestens ab der nächsten Schwangerschaftswoche schafft ein Urintest aus dem Drogeriemarkt oder aus der Apotheke aber wirklich für Gewissheit. Ein Bluttest beim Frauenarzt hingegen verschafft auch in der 4. SSW bereits Gewissheit.

Hormonell tut sich im Körper der schwangeren Frau nun Einiges, da sich der Körper auf große Veränderungen und Belastungen vorbereitet. Das kann sich auch in Müdigkeit und allgemeinem Unwohlsein ausdrücken. Das wird auch zumindest über die ersten drei Schwangerschaftsmonate hinweg anhalten. Auch die Brüste werden sich nun langsam vergrößern – einige Schwangere bemerken dies schon sehr früh, zum Beispiel, weil sie ein „Ziehen“ in den Brüsten verspüren.

Der zweite Schwangerschaftsmonat

Nun ist es die Schwangerschaft nicht mehr zu leugnen, denn die Regelblutung bleibt aus. Die meisten Schwangeren greifen nun zum Schwangerschaftstest. In der 5. SSW ist der Schwangerschaftstest auf jeden Fall positiv.

In der 5. Schwangerschaftswoche wandelt sich die Form des Embryo in eine längliche, wurmartige Gestalt von etwa zwei Millimetern Länge. Nun bilden sich die Nervenstränge, die später Gehirn und Rückenmark formen werden. Im Verlauf der 5. Schwangerschaftswoche macht auch das kleine Herzlein des Embryos seinen ersten Schlag.

In der 6. SSW entwickelt sich der Rückenstrang, der später einmal die Wirbelsäule bildet und auch die ersten Ansätze der Beine sind zu erkennen. Auch der Kopf mit den ersten Anlagen der Augen und Gehirn sind nun vorhanden. Da sich der Embryo vom Haupt zu den Füßen hin entwickelt wirkt der Kopf nun überdimensional groß.

In der 7. Schwangerschaftswoche ähnelt der Embryo einer kleinen Bohne mit einer Länge von etwa fünf Millimetern. Im Verlauf dieser Woche beginnt das kleine Menschlein, sich zuckend mit den bereits im Ansatz vorhandenen Armen und Beinen zu bewegen. Die ersten Anlagen für Nasenlöcher, Lippen und Zähne zeigen sich.

In der 8. SSW ist der Embryo bereits etwa 15mm lang und man erkennt deutlich das kleine Gesicht. Nun zeigen sich die ersten Ansätze von Fingern und Zehen. Auch erkennt man die Ausbildung von Ellenbogen und Knie. Nun beginnen die künftigen Knochen zu verknorpeln. Bisher  unterscheidet sich der Embryo noch nicht von jenen anderer Säugetiere, doch ab nun wird der Embryo menschliche Züge annehmen.

Der werdenden Mutter ist es äußerlich noch nicht anzusehen, aber in ihr gehen nun große Veränderungen vor sich. Die Gebärmutter wird nun größer und weicher und das Bindegewebe lockert sich. In der 6. SSW treten meist die ersten Schwangerschaftsbeschwerden wie die berühmte Morgenübelkeit auf. Auch die Psyche kann unter der gewaltigen hormonellen Umstellung leiden. Vielen Schwangeren hilft es, sich in dieser Phase ausgiebig mit der Schwangerschaft zu beschäftigen und mit dem Ungeborenen zu sprechen.

Sobald die Schwangerschaft feststeht, sollte man den Frauenarzt aufsuchen. Bei der Erstuntersuchung wird die Schwangerschaft bestätigt. Im Zuge dessen wird auch der Mutterpass ausgestellt, den man ab sofort immer bei sich tragen sollte.

Der dritte Schwangerschaftsmonat

Alle Organe des Babys sind in der 9. SSW vollständig entwickelt, müssen bis zur Geburt aber noch wachsen und reifen. Das Baby ist nun ca. zwei Zentimeter Lang und wird bis zur 12. Schwangerschaftswoche auf etwa fünf Zentimeter heranwachsen.

In der 12. SSW verlagern sich die Augen des Kindes langsam von der Seite des Kopfes nach vorne. Die Augenlider sind bereits vorhanden und das Baby kann auch die Lippen bewegen. Das Kind wird nun Fruchtwasser schlucken und gähnen. Der Dottersack hat sich nun vollständig aufgelöst. Nun übernimmt die Plazenta die Aufgabe, den Fötus mit Nährstoffen sowie mit Sauerstoff zu versorgen.

Nun endet der erste große Abschnitt der Schwangerschaft, das 1. Trimester. Der Körper der Mutter sollte sich nun an die hormonellen Veränderungen angepasst haben und Schwangerschafts-Beschwerden wie Dauermüdigkeit oder Morgenübelkeit lassen bei vielen Schwangeren nach. Ab nun sinkt auch das Risiko für eine Fehlgeburt stark ab.

DAS ZWEITE TRIMESTER

Ab dem vierten Monat der Schwangerschaft steigt der Nährstoffbedarf der werdenden Mutter gewaltig. Das zweite Trimester einer Schwangerschaft ist vom raschen Wachstum des Babys geprägt, was nun auch am größer werdenden Bauch der Mutter zu sehen ist.

Der vierte Schwangerschaftsmonat

Das Baby kann nun bereits Hell von Dunkel unterscheiden. Die Augenlider bleiben aber noch bis zur 26. Schwangerschaftswoche geschlossen. Da die Gehörknöchelchen nun verknöchern, kann das Kind ab nun auch Töne und Geräusche wahrnehmen und darauf reagieren. Nun beginnt an einigen Teilen des kleinen Körpers die Verknöcherung, so dass man im Ultraschall Knochen von Armen, Beinen, die Wirbelsäule, Rippen und Schädelknochen erkennt. Auch die Stimmbänder und Organe entwickeln sich weiter.

Etwa in der 14. SSW beginnt das Baby, das nun etwa 7cm lang ist, am Daumen zu lutschen  und zu Greifen. Das Gesicht bringt nun deutliche Konturen hervor: Augen, Lippen, Ohren, Nase und Kinn nehmen immer markantere Formen an. Langsam zeigen sich auch die ersten Haare am Kopf, sowie Wimpern und Augenbrauen.

Der fünfte Schwangerschaftsmonat

Im fünften Monat ist das Baby deutlich zu spüren und der Bauch der Schwangeren ist viel runder geworden.  Das Baby erprobt den immer besser werdenden Tastsinn und greift oft nach der Nabelschnur. Die Bewegungen der Mutter sowie Streicheln an Stellen, wo das Kind die Bauchdecke berührt werden vom Baby ebenfalls wahrgenommen. Auch der Saugreflex wird mit Daumenlutschen kräftig geübt. Das Baby macht zudem erste Atemübungen, wobei es allerdings Fruchtwasser einatmet.

Das Baby besitzt in der 18. SSW noch keinen Schlaf-Wach-Rhythmus. Vielmehr schläft es etwa 20 Stunden lang immer wieder über den Tag verteilt. Ist das Kind wach, dann wird diese Zeit für Greifübungen, Drehungen und Purzelbäume verwendet. Diese Turnübungen des Kindes machen sich auch stark bei der Blasenaktivität der Mutter bemerkbar. Der Gang zur Toilette kommt somit häufiger vor.

Der sechste Schwangerschaftsmonat

Im sechsten Monat wiegt das Baby anfangs bereits etwa 350 Gramm, um die 24. Schwangerschaftswoche sogar über 580 Gramm und misst gegen Ende des sechsten Monats stolze 30 Zentimeter. An den Fingern haben sich nun auch kleine Fingernägel gebildet. Das Kind entwickelt nun auch einen Schlaf-Wach-Rhythmus, der sich aber nicht mit dem der Mutter decken muss. Durch die schnelle Gewichtszunahme kommt es bei der Schwangeren öfter zu Rückenschmerzen sowie zu schmerzenden Gelenken und Füßen.

Während der Embryonalentwicklung sind die blutbildenden Organe die Leber, die Milz und die Plazenta. In den 6. bis 9. Schwangerschaftsmonaten wandern die Stammzellen primär über den Blutfluss allmählich in das Knochenmark und die Blutbildung in der Milz und Leber wird langsam beendet. Nach der Geburt sinkt die Anzahl der enthaltenen Stammzellen im Blut sehr rasch ab

Der siebente Schwangerschaftsmonat

Am Ende des siebten Monats ist die Schwangerschaft inzwischen relativ anstrengend geworden. Durch den verlagerten Schwerpunkt und das erhöhte Gewicht kommt es häufiger zu schmerzenden Gliedern. Das Baby hat sich inzwischen daran gewöhnt, die Augen zu öffnen. Auge und Sehsinn werden aber erst in der Zeit nach der Geburt das Sehvermögen wie wir es kennen, erreicht haben.

Nun verformt sich die Gebärmutter der werdenden Mutter langsam so, dass das Baby langsam eine Haltung einnimmt, die es bei der Geburt unterstützt.

DAS DRITTE TRIMESTER

Der achte Schwangerschaftsmonat

Baby und Mutter befinden sich nun in der Zielgeraden zur Geburt. Im 8. Monat der Schwangerschaft wiegt das Baby bereits über einen Kilo und misst fast 40cm. Am Ende des Monats liegt das Gewicht dann sogar bei ca. 1,8kg. Nun ist auch die Zeit gekommen, in der sich das Geschlecht des Kindes deutlich zeigt, denn bei Buben wandern die Hoden von den Nieren zur Leistengegend.

Gehirn und Kopf des Kindes wachsen nun sehr schnell und das Knochengerüst des Kindes wird härter. Muskeln und Lungen werden kräftiger. Drehungen und Purzelbäume kommen nun kaum noch oder gar nicht mehr vor. In der 29. SSW nimmt das Baby die Geburtsposition ein. Das Aussehen des Kindes wird sich nun bis zur Geburt nicht mehr stark verändern.

Das Baby wird nun auch immer häufiger Schluckauf bekommen, da das Kind häufig Atemübungen durchführt.

Bei der Mutter kann es nun immer häufiger zu sogenannten Übungswehen kommen. Sie bereiten die Gebärmutter auf die kommende Geburt vor. Nun wird es Zeit für Kurse zur Geburtsvorbereitung. Auch das Atmen wird schwerer und das Kind kann zudem sehr stark gegen das Zwerchfell treten. All das kann das Leben der Schwangeren nun durchaus beschwerlich gestalten.

Die Geburt rückt immer näher – höchste Zeit sich über Stammzellenvorsorge aus Nabelschnurblut Gedanken zu machen.

Der neunte und zehnte Schwangerschaftsmonat

Das Baby setzt nun sehr rasch Fett an, das ihm über die erste Zeit nach der Geburt helfen soll. Das Baby wiegt am Ende des 9. Schwangerschaftsmonats bereits stolze 2,75kg und im 10. Monat sogar über 3kg.

Um die 39. Schwangerschaftswoche zeichnen sich beim Baby deutliche Furchen im Zahnfleisch ab. Hier zeigen sich bereits die Zahnanlagen, die jedoch üblicherweise erst nach der Geburt durchbrechen werden.

Viele Schwangere verspüren ab dem 9. Monat Senkwehen. Diese werden ausgelöst, wenn das Kind im Mutterleib langsam absinkt und sich sozusagen in die „Startposition“ begibt. Der Geburtstermin rückt deutlich näher und ab der 39. SSW kann es bereits soweit sein. Die wenigsten Babys kommen exakt zum errechneten Termin zur Welt. Viel öfter liegt der reale Geburtstermin etwa zwei Wochen vor oder nach dem errechneten Termin.

Mit der 40. SSW Endet das dritte Trimester der Schwangerschaft. Das Baby füllt nun die Gebärmutter stark aus. Das Platzen der Fruchtblase, das man auch Blasensprung nennt, markiert den Beginn der Geburt. Diese ist sowohl für die Mutter, als auch für das Kind ein oft sehr anstrengender Vorgang.

DIE GEBURT

Die Gebärmutter zieht sich unter den Wehen von oben nach unten zusammen und drückt das Baby durch den Muttermund aus dem Körper der Mutter. Damit das Kind durch die enge Öffnung gelangt, legt das Kind die Gliedmaßen eng an. Die Schädelplatten des Babys sind noch nicht gefestigt und lassen sich noch zusammenschieben um den Kopf kleiner zu machen. Die Schädelplatten wachsen erst später, nach der Geburt zusammen.

Die Wehen schieben das Baby immer tiefer, während das Baby den Kopf hin und her bewegt und sich aus dem Geburtskanal windet und sich mit den Füßen voran schiebt. Nachdem das Kind das Becken passiert hat erscheint der Kopf und bald darauf rutscht das Baby komplett heraus.

Nun wird das Baby zum ersten Mal Luft einatmen. Das erste Schreien des Kindes sorgt dafür, dass sich die zusammengeklebten Oberflächen der Lungen entfalten.

Babys, die in dieser Schwangerschaftswoche zur Welt kommen sind meist etwa 50 Zentimeter lang und wiegen 3,4kg, wobei diese Werte lediglich ein Mittel bilden. So unterschiedlich Kinder und Erwachsene sind, so unterschiedlich gewachsen sind auch Babys.

NABELSCHNURBLUTENTNAHME UND PLAZENTABLUTENTNAHME
UNMITTELBAR NACH DER GEBURT

Die Nabelschnurblutentnahme ist schmerzlos und ohne Risiko für die Mutter und das Baby. Zuerst wird die Nabelschnur vom Kind abgeklemmt und das Kind in die sichere Obhut der Mutter oder des Kinderarztes übergeben.  Anschließend wird aus dem noch mit der Plazenta verbundenen Nabelschnurrest das Blut entnommen und in einem Blutbeutel aufgefangen. Bei unserer Premium-Entnahme wird nach Abschluss der Nachgeburt (nach Ausstoß der Plazenta) noch zusätzlich das Blut aus der Plazenta entnommen.

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