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Was ist Nabelschnurblut?

Pupočníková krv

Nabelschnurblut ist das Blut des Babys, das nach der Geburt in der Nabelschnur sowie in der Plazenta verbleibt. Während der ganzen Schwangerschaft ist die Nabelschnur und Plazenta für die Versorgung des Ungeborenes mit Nährstoffen zuständig.

Unverzüglich nach der Geburt benötigt das Kind die Nabelschnur und Plazenta nicht mehr zum Leben. Das Blut, welches in der Nabelschnur und in der Plazenta verbleibt, enthält besondere, junge, vitale Stammzellen.

Was ist Plazentablut?
Plazentablut im eigentlichen Sinne gibt es nicht. Es ist das Blut, das sich in der Plazenta befindet. Dabei handelt es sich um dasselbe biologische Material wie in der Nabelschnur, also Nabelschnurblut. Nabelschnurblut wird daher oft als Plazentarestblut bezeichnet. Die Plazenta ist also nur ein zusätzlicher Ort, um an mehr Blut und daher mehr Zellen zu gelangen. Für die Behandlung ist es nämlich von hoher Bedeutung, das höchstmögliche Blutvolumen und die höchstmögliche Anzahl an kernhaltigen Stammzellen zu gewinnen.

Die am Beginn des Lebens gewonnen Zellen sind einzigartig: Sie sind jung, vielseitig, frei von erworbenen Erkrankungen, unbeeinflusst von Therapien und Umwelteinflüssen. Sie sind vital und haben ein hohes Proliferationsvermögen. Das bedeutet, dass die Zellen die Fähigkeit besitzen, sich immer wieder aufs Neue zu teilen. Die spezielle Zusammensetzung von Stammzellen im Nabelschnurblut kommt nur in dieser Lebensphase vor und macht es daher einzigartig: Es enthält verschiedene Arten wertvoller, vitaler Stammzellen, die später im Leben nicht mehr oder nur vereinzelt vorkommen.

Welche Stammzellen befinden sich im Nabelschnurblut?

Im Nabelschnurblut befinden sich die hämatopoetischen Stammzellen (Blutstammzellen), die mehr als 60 Jahre lang für Therapien in der Onkologie und Hämatologie eingesetzt werden – wie zum Beispiel bei bestimmten Typen von Leukämien, Lymphomen, Tumorerkrankungen, erworbenen und erblichen Störungen der Blutbildung, Immunsystem- und Stoffwechselstörungen. Weltweit registriert man mehr als 30 000 Fälle, wo die hämatopoetischen Stammzellen eingesetzt wurden. Die häufigste Ursache für die Anwendung ist das Knochenmarkversagen. Nachdem im Knochenmark weiße und rote Blutkörperchen sowie die Blutplättchen gebildet werden, kommt es zu einem fortschreitenden Mangel aller diesen drei Zellarten, die sich im menschlichen Organismus befinden. Der einzige Weg, um das Leben zu retten, ist dem erkrankten Patienten gesunde Blutzellen zu transplantieren.

Für viele Patienten stellt die Stammzelltransplantation die einzige Heilungsmöglichkeit dar. Andere Patienten nutzen eigene Stammzellen zum Beispiel nach Chemotherapie oder Hormontherapie, oder wenn sich die Krankheit zu schnell entwickelt.

In der Vergangenheit konnte man die Blutstammzellen ausschließlich aus dem Knochenmark gewinnen, erst in der letzten Zeit besteht die Möglichkeit der eigenen Stammzell-Vorsorge.

Obwohl man heute vorwiegend über die Stammzell-Einsetzung bei der Blutbildungsstörung spricht, verlaufen weltweit zahlreiche Forschungen und klinische Studien mit anderen Stammzell-Typen, die sich im Nabelschnurblut befinden. Diese anderen Stammzell-Arten stammen aus der Frühentwicklung des Kindes und besitzen die Fähigkeit, sich immer auf weitere Stammzell-Typen verändern zu können (zum Beispiel Muskel-, Knochen-, Knorpel-, Leber-, Herzmuskelzellen). Sie haben ein hohes Potenzial für ein relativ neues Feld – für die Regenerative Medizin, welche sich mit der Heilung verschiedener Erkrankungen durch die Wiederherstellung zerstörter Zellen, Gewebe und Organe befasst.

Das Nabelschnurblut, welches in der Familien-Nabelschnurblutbank eingelagert ist, kann man ebenfalls im Rahmen der klinischen Studien einsetzen. Diese klinischen Studien überprüfen die therapeutische und regenerative Wirkung zum Bespiel bei Kindern mit Zerebralparese, mit Gehirnschäden (entstanden bei der Geburt) oder mit Hörschäden.

Hier finden Sie die Übersicht aller publizierten Standard-Behandlungen, wo das Nabelschnurblut aus den Familien-Nabelschnurblutbanken eingesetzt wurde. (Therapie-Einsätze mit eigenem oder Geschwisterblut)

Hier finden Sie die Übersicht aller publizierten Behandlungen in der experimentellen Medizin, wo das Nabelschnurblut zum Einsatz kommt.

 

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